Deutsche Lebensversicherungen stecken tief in der Krise. Der Garantiezins musste auf 2,75 Prozent gesenkt werden und auch die Überschüsse wurden drastisch reduziert. Auch das Steuerprivileg gibt es seit Anfang diesen Jahres nicht mehr. Das kratzt am Image und sorgt für Vertrauensverlust bei den Kunden.
Als privates Altersvorsorgungsinstrument hat die klassische Kapitallebensversicherung damit weitgehend ausgedient. Kunden suchen nach den schmerzlichen Börsenerfahrungen der letzten Jahre in erster Linie Sicherheit und Stabilität für ihre Spar- und Kapitalanlagen.
Aber welche Anlage und/ oder Versicherungskonzepte können das Vermögen bewahren, Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig eine hohe Rendite bieten?
Wir haben für Sie einmal die Vorteile der
englischen Lebensversicherungen zusammen gestellt, die tatsächlich mehr Ertrag bei höherer Sicherheit bieten.
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Was ist das Erfolgsrezept? |
Im Vergleich zu deutschen Kapitallebensversicherungen erzielen die Gesellschaften aus England Traumrenditen. Während deutsche Assekuranzen herunterschrauben und zwischen 2,5 und 5 Prozent Gewinne ausschütten, zahlen die Briten den Anlegern im gleichen Zeitraum zwischen 10 und 14 Prozent.
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Wie sieht es mit Garantien bei den englischen Versicherern aus? |
Trotz Aktien-Investitionen laufen die Versicherten der With-Profits-Fund-Policen nicht Gefahr Börsenschwankungen hilflos ausgeliefert zu sein. So werden geschickt Aktieninvestments und Garantien kombiniert und Kundengelder in Anlagepools mit garantiertem Wertzuwachs investiert.
Ziel ist es: Über Laufzeiten hinweg somit eventuelle Börsenschwankungen auszugleichen und einen "geglätteten Ertrag" zu bekommen. Das Verfahren wird als Smoothing bezeichnet.
Das bedeutet nichts anderes, als für den Aktienmarkt typische Auf- und Abwärtsbewegungen zu glätten. In guten Börsenzeiten werden Reserven gebildet, in schlechten Börsenzeiten werden sie aufgelöst.
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Was für ein Rating haben die Briten in Fachkreisen? |
Die derzeit hierzulande operierenden Versicherungen wie Standard Live, Clerical Medical, Royal London, Legal & General und Canada Life haben im Schnitt mit A und AA meist überdurchschnittlich gute Finanzkraft-Ratings.
Die Rating-Agenturen gehen davon aus, dass die Gesellschaften fähig sind, ihre Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern langfristig zu erfüllen. Das gab der Geschäftsführer, Anderas Seyboth, des Ulmer Institutes für Finanz- und Aktuarwissenschaften (ifa) an.
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Gibt es einen Qualitätscheck der Versicherungen? |
Ja.
Überwacht werden die Versicherungen von der britischen Finanzaufsichtsbehörde Financial Service Authority (FSA). Jede Versicherungsgesellschaft muss ihr gegenüber nachweisen, dass sie über genügend finanzielle Reserven verfügt, um sämtliche künftigen Verpflichtungen gegenüber den Kunden erfüllen zu können.
Damit werden die Gesellschaften angehalten von vornherein alles zu unterlassen, was unrealistische Erwartungen in Bezug auf ihre Produkte wecken könnte. Außerdem sind alle Versicherer verpflichtet, einem Einlagerungsfond beizutreten.
Der stellt sicher, dass die Kunden im Konkursfall bis zu 90 Prozent des Wertes der Police erhalten.