Trotz vieler Versprechungen der gesetzlichen Krankenkassen sind die Versicherungsbeiträge weiter am Steigen und derzeit im Durchschnitt bei rund 14 Prozent, während die Leistungen stetig beschnitten werden.
So müssen beispielsweise seit Januar 2004 für häusliche Krankenpflege zehn Prozent der Gesamtkosten, höchstens für die ersten 28 Pflegetage bezahlt werden. Außerdem wird eine Verordnungsgebühr von zehn Euro fällig.
Auch bei Haushaltshilfe müssen Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse zehn Prozent der Kosten je Kalendertag selbst übernehmen. Der Mindestbetrag ist fünf Euro, der Höchstbetrag zehn Euro. Im Krankenhaus ist die Zuzahlung auf zehn Euro täglich angestiegen.
Diese sind zu zahlen für höchstens 28 Tage Aufenthalt im Krankenhaus je Kalenderjahr. Das gleiche gilt für Stationäre Vorsorge, Rehabilitation, Mutter-/Vater-Kind-Kuren.
Das sind nur ein paar Beispiele für die gravierenden Änderungen, die sich getan haben. Angesichts dieser sinkenden Leistungen bei steigenden Kosten entscheiden sich immer mehr Kunden sich privat zu versichern.
Doch welche Entscheidungshilfen kann man nutzen, um die beste private Krankenversicherung zu erkennen?
Dabei können Vergleiche und Ratings aus den Medien eine Hilfestellung geben. Sie sind aber isoliert betrachtet durchaus fraglich.
Dennoch kann man Regeln anwenden, um den Kreis der Versicherer stark einzugrenzen, um letztendlich nur noch die Wahl zwischen wenigen zu haben. Diese Entscheidungshilfen sind im folgenden dargestellt:
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1. Versicherer, die wenig oder keine Beitragsrückerstattung auszahlen sind nicht empfehlenswert. |
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2. Neue Gesellschaften sollte man vermeiden |
Hier sind noch keine Rücklagen gebildet und die Beitragsentwicklung ist völlig unklar.
Somit kann es bald zum bösen Erwachen kommen - ein Wechsel ist dann nur mit großem Verlust möglich. Hierbei ist jedoch auch darauf zu achten, ob es vielleicht neue Komakttarife bekannter Versicherer sind.
Diese werden häufig auch teurer für den Kunden. Hintergrund ist, dass viele Versicherer, die in den klassischen Tarifen nicht mehr wettbewerbsfähig sind, Kompakttarife oder andere neue Tarife entwickeln, die kurzfristig deutlich günstiger sind als der Marktdurchschnitt, aber den Erfahrungen nach schnell (3 bis 5 Jahre) durch kommende hohe Beitragsanpassungen schon
nach wenigen Jahren ungünstiger liegen.
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3. Die Versicherer sind empfehlenswert die bei wichtigen und eindeutigen Kennziffern überdurchschnittliche Werte erlangen. |
Hierzu gehören Vorsorgequoten, Kapitalanlagen, samt stiller Reserve und den Kapitalertragsquoten.
Bei den Versicherern kommt es weniger auf die Größe des Unternehmens an, denn diese haben oft hohe Verwaltungskosten, doch eines ist ein ganz wichtiges Kriterium, das für einen großen Versichere spricht. Hier wurden im hohen Maße Altersrückstellungen durch andere Beitragszahler gebildet.
Das ist eine Garantie für ausreichende Überschüsse, die in Form von hohen Beitragsrückerstattungen, Beitragslimitierungen im Alter oder günstige Beiträge an den Kunden weitergegeben werden. Im Gegenzug dazu zahlen junge und auch kleine Versicherer wenig Beitragsrückerstattungen aus.